Fehlen dem deutschen Wasserball der Gegenwart neben den Bädern auch die zielstrebigen „Macher“? Aus der jüngeren Historie der Sportart hat sich mit Dr. Uwe Graells viel zu früh ein bekannter Name verabschiedet, der in genau diese Kategorie fiel. Wie heute bekannt wurde, verstarb der frühere Sportorganisator und Teammanager der deutschen Nationalmannschaft am gestrigen Mittwoch nach langer, schwerer Krankheit im Alter von nur 56 Jahren. Der gebürtige Hildesheimer gehörte nicht nur lokal, sondern gut ein Jahrzehnt lang auch national zu den heute vielerorts so schmerzlich vermissten „Machern“ der Sportart. „Er hat…
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Vor 40 Jahren: West-Deutschland boykottiert Olympia
Dass sportliche Gewissheiten erschüttert werden können, ist nicht nur eine Erfahrung des urplötzlich angebrochenen Corona-Zeitalters: Dieser Tage wären die nunmehr auf 2021 verschobenen Olympischen Spiele in Tokio (Japan) zur Austragung gekommen, doch erinnert wird in den Medien gegenwärtig ebenso an den politischen Boykott zahlreicher westlicher Staaten, darunter die frühere Bundesrepublik, bei den Spielen des Jahres 1980 in Moskau. Zu den Leidtragenden gehörten dabei auch die Aktiven der deutschen Wasserball-Nationalmannschaft, die nicht nur sportlich qualifiziert war, sondern auch mit Medaillenchancen in die frühere Sowjetunion gereist wäre. Damals machte jedoch die Weltpolitik…
Karl-Heinz Pollmann verstorben
Aus dem Kreis der Größen des deutschen Wasserballsports hat sich ein weiterer international bekannter Name verabschiedet: Am 22. Juli ist im Alter von 81 Jahren der Wuppertaler Karl-Heinz Pollmann verstorben, der in der Phase der größten deutschen Wasserballerfolge während der Nachkriegszeit über lange Jahre als Schiedsrichter national wie international höchste Anerkennung genoss. Als Aktiver hatte er bis 1953 zunächst beim SSC Hellas Wuppertal gespielt, anschließend beim ersten nationalen Nachkriegsmeister Schwimmsportfreunde Barmen, den späteren SSF Delphin Wuppertal. Dort kämpfte der gelernte Bäcker- und Konditormeister von 1954 bis 1963 auf den legendären…
DSV eröffnet Tokio-Portal
Olympia beginnt nicht erst vor Ort: Der Deutsche Schwimm-Verband (DSV) hat im Rahmen der Vorbereitung auf die Olympischen Spiele 2021 in Tokio (Japan) eine Internetplattform (www.dsv-roadtotokyo.de) geschaltet, die auch den Weg der deutschen Schwimmsportler zum größten Ereignis des Weltsports in den öffentlichen Fokus rücken soll. „Ziel ist es dabei, Wassersportfans aus ganz Deutschland für Olympia und die DSV-Nationalmannschaft zu begeistern. Dabei sollen die Gesichter des DSV und ihre Geschichten in den Mittelpunkt der Kommunikation gestellt werden“, wie es von DSV-Seite heißt. Das Portal ist von der DSV-Agentur Rough Water& erstellt…
Aleksandar Kabanov verstorben
Die Wasserballwelt muss sich im zu Ende gehenden Monat Juni von einem weiteren ganz großen Namen der Sportart verabschieden: Nach Ungarns Dreifach-Olympiasiegern György Karpati und Tibor Benedek verstarb im Alter von 72 Jahren heute auch der Russe Aleksandar Kabanov, der als Spieler wie auch Trainer mit der Nationalmannschaft seines Heimatlandes internationale Titel gewinnen konnte und lange Jahre zu den festen Größen am Beckenrand zählte. Als Spieler war der gebürtige Moskauer an den größten Wasserball-Erfolgen der früheren Sowjetunion beteiligt: Hier konnte er als jeweils zweimaliger Sieger bei den Olympischen Spielen 1972…
Spielanalyse beim Weltcup-Turnier in Berlin
Das große Acht-Nationen-Turnier um den FINA Weltcup 2018 in Berlin hat nicht nur der deutschen Mannschaft den erhofften WM-Startplatz beschert, sondern auch für ein wasserballbezogenes Forschungsprojekt des Bundesinstitutes für Sportwissenschaft (BISp) gesorgt. Zielstellung der Untersuchung war, das Wurfverhalten von Weltklasse-Wasserballspielern auf Basis einer systematischen Spielbeobachtung empirisch-statistisch auszuwerten.
Cuk droht monatelanger Ausfall
Nationalspieler Mateo Cuk droht eine lange Verletzungspause: Der Center der DSV-Auswahl und des amtierenden Meisters Wasserfreunde Spandau 04 hat sich beim Krafttraining einen Abriss des großen Brustmuskels zugezogen und musste sich operieren lassen. Der 30-Jährige wird nach Medienberichten gleich mehrere Monate ausfallen und womöglich erst im Januar 2021 wieder einsatzfähig sein. Sollte es bei dem kolportierten Zeitplan bleiben, könnte der Berliner damit erst kurz vor dem Olympiaqualifikationsturnier in Rotterdam (14. – 21. Februar 2021/Niederlande) wieder in das Geschehen eingreifen, bei der die deutsche Mannschaft um eines der drei letzten verbliebenen…
Dejan Savic in Selbstisolation
Der Corona-Virus bleibt trotz der europaweiten Lockerungen weiterhin ein allgegenwärtiges Problem: Im Lande des amtierenden Olympiasiegers Serbien muss sich jetzt sogar Nationaltrainer Dejan Savic in Selbstisolation begeben. Der dreimalige Olympiamedaillengewinner und Weltmeister von 2005 war am Rande eines Nationalmannschaftslehrgangs positiv auf Covid-19 getestet worden, wie der nationale Fachverband heute offiziell bestätigte. Bei dem seit dem 25. Mai in der Hauptstadt Belgrad laufenden Lehrgang war bereits am Freitag mit Nemanja Vico ein Spieler positiv getestet worden, woraufhin der Lehrgang abgebrochen wurde. Weitere Tests brachten jetzt auch bei Savic einen positiven Befund,…
Auch Melbourne-Held Kárpáti verstorben
Ungarns Wasserballanhänger müssen sich von einem weiteren berühmten Namen verabschieden: Bereits einen Tag vor dem Tod von Idol Tibor Benedek (47) ist am Mittwoch mit György Kárpáti (84) ein weiterer Nationalheld der Sportart verstorben, wie heute bekannt wurde. Kárpáti war nicht nur dreimaliger Olympiasieger, sondern auch der letzte überlebende ungarische Akteur des berühmten „Blutbad-Spieles“ beim Olympiaturnier 1956 in Melbourne (Australien). Kárpáti zählte zu den herausragenden Wasserballern der 1950er- und 1960er-Jahre und kam auf insgesamt 162 Länderspiele. Mit der Auswahl seines Heimatlandes wurde er 1952 in Helsinki (Finnland), 1956 in Melbourne…
Tibor Benedek verstorben
Die Wasserballwelt beklagt den Verlust eines seiner größten Akteure: Ungarns dreimaliger Olympiasieger Tibor Benedek ist heute früh im Alter von nur 47 Jahren verstorben. Der 384-malige Nationalspieler seines Landes erlag einer schweren Krankheit, wie Medienberichten zu vernehmen war. Obwohl der wurfgewaltige Linkshänder vier bis fünf Jahre älter war als die weiteren Schlüsselspieler des Teams, gehörte er ebenfalls zu Ungarns „goldener Generation“, mit der der gebürtige Budapester 2000 in Sydney (Australien) , 2004 in Athen (Griechenland) und 2008 in Peking (China) dreimal in Folge Olympiasieger wurde. Bereits bei den Spielen 1992…