Nationalmannschaft

Was gibt es Neues?

Wasserball-Karikaturen bereichern Split-EM

Bei den großen Wasserball-Titelkämpfen fliegen nicht nur Kunststoffbälle über das Wasserball, auch kulturell wird immer wieder einiges geboten: So wurde in diesem Jahr bei der 27. Zagreber Karikaturenausstellung die in Kroatien populäre Sportart Wasserball zum Thema gemacht. So zierten während der Europameisterschaften zahlreiche großformatige Karikaturen die Gänge der Spaladium Arena und wurden vielfach zum Blickfang.

War die gewählte Thematik anfangs hinsichtlich der erwarteten Resonanz noch mit einiger Skepsis bedacht worden, wurden die Veranstalter am Ende mit einer regelrechten Flut von Beiträgen geradezu überschüttet: Trotz des relativ kurzfristigen Einsendedatums wurden mehrere hundert Karikaturen eingereicht, diese vielfach auch aus Ländern mit eher überschaubaren Wasserballmeriten. Mit grade einmal 83 Karikaturen konnte in dem mehrfarbigen Broschurband mit den besten Beiträgen lediglich ein Bruchteil der vorliegenden Zeichnungen verewigt worden.

Die meisten Beiträge kamen neben Kroatien erstaunlicherweise aus China, der Türkei und dem Iran, wobei mehr als zwei Dutzend der für den Begleitband ausgewählten Karikaturen die zunehmend steigende Wasserknappheit vieler Regionen als Thema aufgriff. Der erste Preis der diesjährigen Ausstellung (gleichzeitig das Titelbild des Begleitbandes) ging jedoch an einen Beitrag aus der Ukraine, der die Sportart humorvoll anging: Ein Wasserballballspieler gesellt sich in Form einer Statue zu zahlreichen Figuren mit Sportmotiven im Stile der griechischen Antike.

In Erstaunen und Ehrfurcht wird der Betrachter zugleich durch den gewählten Standort der Ausstellung in der EM-Stadt Split versetzt: Zu finden waren zahlreiche Karikaturen in den Kellergewölben des historischen Diokletian-Palastes aus dem frühen vierten Jahrhundert, der zum Weltkulturerbe der UNEESO zählt und dem die Stadt ihre Gründung verdankt. Kroatien weiß die älteste olympische Mannschaftssportart zu schätzen …