Was gibt es Neues?

Stühlerücken in Potsdam

Es wird ernst: Am Sonnabend starten die Bundesliga-Wasserballer des OSC Potsdam in die neue Saison, und die Veränderungen bei dem viermaligen Bronzemedaillengewinner sind groß. Zum Auftakt gastiert das Team von Trainer Alexander Tchigir bereits richtungsweisend beim Aufsteiger SV Krefeld 72 (17:45 Uhr, Badezentrum Bockum).

Hinter den „Orcas“ liegen rund zwei Monate intensiver Vorbereitung – und ein Sommer des großen Umbruchs. Gleich acht Spieler haben den Verein nach dem fünften Platz der vergangenen Saison verlassen. Finn Taubert, Arne Hofmann und Fynn Klaffke wechselten zu den Wasserfreunden Spandau 04, Florian Burger zum ASC Duisburg. Lu Meo Ulrich und Matti Arnold beendeten ihre Wasserballkarrieren zumindest vorerst, Noel Eisenreich kehrte zur SG Neukölln zurück, Mason Irving nach Australien.

Vor allem die Abgänge mehrerer Nachwuchs- und Männer-Nationalspieler nach dem erfolgreichen Abitur an der Potsdamer Sportschule waren für den OSC nachvollziehbare Schritte in der sportlichen und persönlichen Entwicklung. Gleichzeitig stand die sportliche Leitung vor der Aufgabe, eine nahezu komplett neue Mannschaft zusammenzustellen.

„Wir hatten in diesem Sommer sicherlich eine der größten Herausforderungen seit Bestehen unserer Bundesligamannschaft. Ich glaube aber, dass es uns gelungen ist, wieder eine gute Mannschaft zusammenzustellen. Die Jungs passen von den Persönlichkeiten gut zusammen und bringen auch sportlich einiges mit“, sagt Dr. Lars Götz, Wasserball-Abteilungsleiter im OSC Potsdam. „Unser Ziel ist klar: Wir wollen die Klasse halten. Die Mannschaft soll in der Hauptrunde die notwendige Zeit bekommen, sich zu entwickeln und zusammenzuwachsen, um am Ende der Saison in den entscheidenden Spielen entsprechend vorbereitet zu sein.“

Zweiter Platz beim Orca-Cup

Eine letzte Standortbestimmung vor dem Bundesligaauftakt war am vergangenen Wochenende der inzwischen 17. Orca-Cup im Potsdamer Sport- und Freizeitbad blu, beeeii dem Neben dem Gastgeber die Erstligisten SG Neukölln und SV Cannstatt sowie der SVV Plauen aus der 2. Bundesliga am Start waren. Erstmals in der Geschichte des traditionsreichen Vorbereitungsturniers konnte die SG Neukölln den Orca Cup gewinnen. Mit zwei Siegen und einer Niederlage belegten die Orcas damit Platz zwei.

Auch individuell gab es positive Signale: Neuzugang Adrian Pascaluta aus Rumänien erzielte zwölf Treffer und feierte damit einen gelungenen Einstand im Potsdamer blu. Elias Göthke kam auf elf Tore. „Wir haben deutlich mehr positive als negative Eindrücke mitgenommen“, bilanziert Trainer Tchigir. „Natürlich gibt es noch Dinge, an denen wir arbeiten müssen. Aber die Mannschaft hat viel Einsatz gezeigt und sich von Spiel zu Spiel weiterentwickelt. Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir jetzt auch in Krefeld einen guten Start hinlegen können.“

Ein besonderer Dank der Potsdam Orcas gilt dem Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg. „Ohne die Unterstützung des MBJS wäre die Durchführung eines solchen Turniers in dieser Form nicht möglich. Dafür möchten wir uns ausdrücklich bedanken“, sagt Orca-Sportchef André Laube. Die Fördermittel des Landes Brandenburg haben dazu beigetragen, dass der Orca Cup erneut als hochkarätiges Vorbereitungsturnier ausgerichtet werden konnte.

Nach dem Bundesligaauftakt wartet bereits die nächste Herausforderung: Vom 22. bis 25. Oktober treten die Orcas in ungarischen Szeged zur ersten Qualifikationsrunde des Conference Cups an. Für die junge Mannschaft wird das internationale Turnier eine weitere große Herausforderung und zugleich ein wichtiger Schritt in ihrer Entwicklung. Zunächst aber gilt der Blick der Bundesliga: Am Sonnabend sollen in Krefeld die ersten drei Punkte der neuen Saison her. (PM OSC Potsdam/wgp)