Was gibt es Neues?

Spandau mit Doppelauftritt in Krefeld

Nach dem erfolgreichen Beginn der Wasserball-Saison 2015/2016 mit dem 12:4-Supercup-Sieg gegen ASC Duisburg am 10. Oktober in Berlin – erstes Spiel, erster Titel – folgt für den deutschen Meister Wasserfreunde Spandau 04 nun der Start in das entscheidende Spieljahr mir swn Olympischen Spielen in Rio de Janeiro (Brasilien) als Höhepunkt. Innerhalb von zehn Tagen stehen jetzt vier Spiele an, die als Standortbestimmung und Weichenstellung fungieren werden. Am kommenden Wochenende beginnt die Meisterschaftssaison in der DWL. Die Hauptstädter erwartet eine Doppelprüfung in Krefeld: Am heutigen Freitagabend werden sie bei Bayer Uerdingen 08 und am Sonnabendabend bei A-Gruppen-Neuling SV Krefeld 72 antreten.
 
Schon am Mittwoch nächster Woche folgt dann ein besonders bedeutendes Auswärtsspiel: Das Champions League-Spiel bei Spaniens Meister CN Barceloneta, gleichzeitig internationaler Saisonauftakt aus Sicht der Berliner. Am Sonntag danach muss das Team von Petar Kovacevic dann abermals reisen, und zwar zum zweiten A-Gruppen-Aufsteiger SVV Plauen.  Erst am 7. November haben die Wasserfreunde endlich zum ersten Mal Heimrecht: Waspo 98 Hannover will dann in Berlin beweisen, dass der im Vorjahr noch klar gescheiterte Generalangriff auf Berliner Rekordmeister in diesem Jahr auf festerem Fundament steht.
 
Dass Kapitän Marko Stamm und seine Teamkollegen gewappnet sind, bewies bereits der Supercup, der laut Manager Peter Röhle „die Saisonvorbereitung mit einer guten Leistung untermauerte, aber nun erst richtig bestätigt werden muss“. Alle drei nationalen Titel – Supercup, Pokal, Meisterschaft – das ist das gesteckte Saisonziel für den Rekordchampion.  International will das Team in der Champions League in der extrem stark besetzten Vorrundengruppe A mithalten. Seit dem Beginn der Spandauer Wasserball-Dominanz hierzulande im Jahre 1979 ist der Verein nur 1993 und 2013 ohne jeden Titel geblieben. Der Supercupgewinn stellt damit die erste Etappe dieser Saison dar.
 
„Ohne große Spielpraxis und aus dem vollen Training heraus hat die Mannschaft bereits gute Ansätze gezeigt“, meinte Kovacevic. Er ließ zugleich keinen Zweifel: „Natürlich müssen wir in allen Belangen besser werden, und auch das Zusammenspiel perfektionieren.“ Die Spiele am Wochenende, gegen Uerdingen am Freitagabend und gegen Krefeld 72 tags darauf, sind dafür gute Prüfsteine. Nach einer schwachen Vorsaison gibt es auch bei Bayer einige neue Personalien, die den Anspruch verdeutlichen, dass das Team versucht wieder den Anschluss an das Führungstrio Spandau, Duisburg und Hannover zu finden. Drei Akteure des Lokalrivalen Krefeld 72 sind zu Bayer gewechselt – so auch das Kraftpaket Sven Roeßing.