Nationalmannschaft

Was gibt es Neues?

EM-Qualifikation: Entscheidung an der Wedau

Nach den Männern wollen sich am kommenden Wochenende nun auch Deutschland Frauen für die Europameisterschaften 2020 in Budapest ((ngarn/12. bis 26. Januar) qualifzieren, allerdings wird es nicht ganz so leicht werden: In den entscheidenden Play-offs der EM-Qualifikation trifft die Vertretung des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) am morgigen Sonnabend in Duisburg im Rückspiel auf Rumänien (16 Uhr, Schwimmstadion) und muss dort die knappe 13:14-Niederlage aus dem Hinspiel umdrehen. Ein Livestream der Partie läuft unter http://www.wenders-edv.de/PHP/php/dienste.php?Auswahl=296.

Anders als bei den Männern heißt es allerdings Alles ode Nichts: Das bei den Titelkämpfen 2018 in Barcelona achtplatzierte DSV-Team muss für den fest eingeplanten EM-Startplatz die Partie in klassischer Europalpokalmanier unbedingt mit zwei Toren gewinnen oder zumindest mit einem Treffer Vorsprung nach 4 x 8 Minuten den Gleichstand in der Gesamtwertung erzwingen. Bel dem letzteren Szenario ginge es in ein sofortiges Fünfmeterwerfen, allerdings bieten die neuen FINA-Regeln wohl noch mehr Möglichkeiten als in der Vergangenheit, selbst in einer knappen Partie den geforderten Vorsprung bereits in der regulären Spielzeit herauszuwerfen.

Die Deutschen müssen in der europaweit wohl spannendsten Partie des Qualifikaionswochenendes sportlich allerdings zulegen: Das Hinspiel im rumänischen Focsani verlief aus deutscher Sicht weder in Sachen Resultat noch bei der spielerischen Vorstellung nach Wunsch, allerdings besteht auch noch Luft noch oben: Alleine elf Latten- und Pfostentreffer beim ersten Duell beider Teams zu verzeichnen. Zudem leistete sich die DSV-Auswahl in dem dortigen „Hexenkessel“ in einer ebenso aktions- wie ereignisreichen Partie insgesamt auch noch zu viele individuelle Fehler, wie die Verantwortlichen kritisch eingestehen mussten. 

Mit der Heimpartie und auch etwas mehr Wasserzeit im Rücken werden vor Ort zudem noch einmal intensive Trainingseinheiten absolviert werden, um für das wichtigste Spiel des Jahres das in den vergangenen Wochen eingeübte Spielsysten weiter zu etablieren jund sich den entscheidenden Feinschliff zu holen. Nach Ausfällen hat sich der ursprüngliche 16er-Kader auf 14 Aktive reduziert, so dass es gegenüber dem Hinspiel in Focsani personell wahrscheinlich nur eine Veränderung geben wird. 

Mit der Vergabe der Partie in die Wasserball-Hochburg Nordrhein-Westfalen hoffen die Verantwortlichen auch auf einen spürbaren Heimvorteil, wobei Duisburg mit seinem Schwimmstadion im Sportpark Wedau erstmals Austragungsort eines Länderspieles im Frauenbereich sein wird. Für die Fans der Sportart loht ssich am Sonnabend das Kommen sogar gleich doppelt: Im Anschluss steigt an gleicher Stelle eine der Auftaktpartien der neuen Spielzeit in der U18-Bundesliga, wobei von 18:30 Uhr an der ASC Duisburg  den Vorjahrsfinalisten Wasserfreunde Spandau 04 empfängt. 

 

Wasserball-Team Deutschland

Gesa Deike, Ira Deike, Sophia Eggert, Aylin Fry, Ronja Kerßenboom (alle SV Bayer Uerdingen 08), Belén Vosseberg, Lynn Krukenberg, Jennifer Stiefel, Nicole Vunder (Wasserfreunde Spandau 04), Alexandra Greine, Felicitas Saurusajtis (SV Blau-Weiß Bochum), Maren Hinz, Pauline Pannasch (ETV Hamburg) und Fabienne Heerdt  (SV Nikar Heidelberg)

Team-Coach: Arno Troost
DSV-Disziplintrainer: Sven Schulz
Physiotherapeutin: Heike Khalil
Videotrainer: Tim Köhnen
Teammanager: Alexander Stein