Was gibt es Neues?
Mediterrane Lehrstunde …
Deutschlands Frauen mussten im Weltcup die zweite Niederlage hinnehmen: Einen Tag nach dem achtbaren 8:13 gegen den Olympiaachten Kanada setzte es für die DSV-Auswahl am zweiten Spieltag der Division II in Gzira (Malta) eine 4:26 (3:7, 0:6, 1:8, 0:5)-Schlappe gegen den zweimaligen Olympiamedaillengewinner Russland, der bei seinem internationalen Comeback auf Anhieb die Tabelle anführt.
Beim zweiten Auftritt unter der mediterranen Sonne Maltas sah sich der EM-Elfte von Beginn an massivem Duck ausgesetzt: Gab es im Auftaktviertel (3:7) für die ersatzgeschwächt und ohne Vorbereitung angereiste DSV-Auswahl zumindest noch drei eigene Treffer, kam die deutsche Sturmreihe danach kaum mehr zum Zuge. So konnten heute zusätzlich zu den lediglich vier Toren auch nur sieben Persönliche Fehler des Gegners erzwungen werden.
„Da ist nichts zu holen. Uns fehlt als allererstes die Physis und damit gibt es dann eine ‚Packung‘ allererster Güte. Wer weiß wofür es gut ist, auf alle Fälle benötigen wir Spiele auf diesem Niveau“, kommentierte DSV-Trainer Karsten Seehafer (Hannover) die schmerzhafte Lehrstunde. Russlands Wasserball war aufgrund des (weiterhin anhaltenden) Ukraine-Krieges zuletzt vier Jahre lang von internationalen Meisterschaften ausgeschlossen gewesen, konnte sich allerdings mit China und anderen asiatischen Kontrahenten messen.
Mit der zweiten Niederlage im zweiten Spiel haben die DSV-Frauen zugleich das Viertelfinale vorzeitig verpasst. Dritter und letzter Vorrundengegner im Freiwasserstadion des Tal-Qroqq-Sportkomplexes ist am Donnerstag von 13 Uhr an mit dem Olympiazehnten China der Tabellenzweite des 15er-Feldes, der bisher zwei klare Siege gegen die Türkei (17:6) und Argentinien (21:6) einfahren konnte, so dass sich zumindest Seehafers Wunsch nach einem weiteren hochkarätigen Gegner erfüllt. Übertragen werden die Partien in Deutschland nur im Livestream der World Aquatics (Bezahlschranke).
Weltcup Frauen 2026
Division II in Gzira (Malta), Vorrunde, Tag 2
Russland – Deutschland 26:4 (7:3, 6:0, 8:1, 5:0)
Deutschland: Darja Heinbichner – Belén Vosseberg 1, Emiliia Khmil 1, Emma Seehafer, Ira Deike, Gesa Deike, Anne Rieck, Aylin Fry, Elena Ludwig 2/1, Marijke Kijlstra, Jana Stüwe, Georgia Sopiadou und Maria Sekulic. Trainer: Karsten Seehafer
Persönliche Fehler: 7/5