Was gibt es Neues?

Punktejagd vor heimischer Kulisse

Die Wasserfreunde Spandau 04 wollen international endlich punkten und können beim nächsten Anlauf zumindest auf den Heimvorteil setzen: Am 4. Spieltag der Champions-League-Hauptrunde treffen die Berliner am morgigen Mittwochabend mit Ungarns Vizemeister Szolnoki VSC auf eine gut bekannte gegnerische Mannschaft, die ebenfalls dringend Punkte benötigt. Das Anschwimmen in der Schöneberger Schwimmsporthalle steigt wie gewohnt um 19 Uhr.

Zum vierten Male seit 2014/2015 begegnen sich beide Klubs in der Hauptrunde, wobei die Kräfte ziemlich eindeutig verteilt waren: Fünf der bislang sechs absolvierten Partien gewann Szolnok, doch 2017/18 gab es zwei knappe Resultate auf Augenhöhe: zunächst der umjubelte 10:9-Heimerfolg hier in Schöneberg, dann beim Rückkampf ein knappes 8:9 in der ungarischen Provinzstadt. Beide Teams qualifizierten sich als Gruppendritter und -vierter für das Final 8 in Genua (Italien) und belegten dort die Ränge fünf und acht.

Beide Kader sind aktuell kaum verändert, doch auf beiden Seiten gibt es Probleme, den richtigen Spielrhythmus und die Bestform zu finden.  2017-Gewinner Szolnok hat nach drei Partien als Gruppenfünfter gerade einmal drei Punkte auf dem Konto und nach Niederlagen gegen Jug Dubrovnik (Kroatien/7:8) und Italiens Champions League-Neuling Sport Management (5:7) nur einen Zittersieg gegen Jadran Split (Kroatien) auf der Habenseite. Und das Berliner Team befindet sich nach zwei knappen Niederlagen (6:7 gegen Dubrovnik und 7:9 bei Mladost Zagreb) sowie der Klatsche beim amtierenden Titelträger Olympiakos Piräus (Griechenland/4:11) sogar ohne Punkte gemeinsam mit Split am Ende des Achterfeldes.

Beide Teams stehen daher bereits mächtig unter Druck, sollen in Sachen Endrunde nicht schon frühzeitig alle Felle davonschwimmen. Denn es muss ein Platz unter den ersten Drei erzielt werden, da Gruppengegner Waspo 98 Hannover (aktuell Sechster mit 2 Punkten) als Gastgeber des Final 8 fix qualifiziert ist. Das Ranking nach drei Hauptrunden-Spieltagen ist – von Dubrovnik abgesehen – ein durchaus überraschendes, denn gemeinsam mit den Kroaten führt Sportmanagement (je 9 Punkte) die Gruppe vor Mladost Zagreb (7) und Piräus (4) an.

Für die Wasserfreunde wird die Begegnung am Mittwochabend auch deshalb eine besondere Zerreißprobe, weil mit dem verletzten Marko Stamm der Kapitän und Antreiber erneut fehlen wird. Dass die Mannschaft in der Lage ist, diesen Ausfall zu kompensieren, zeigte das Team am vergangenen Sonnabend während des DWL-Spitzenspiels gegen Waspo Hannover. Nach einer 3:0-Führung und einer über lange Zeit exzellenten Defensivleistung verloren die Berliner mit 5:6, aber mental war der Auftritt des Teams von Petar Kovacevic dennoch ein gefühlter Erfolg. „Mental haben wir auf jeden Fall etwas mitgenommen für das Schlüsselspiel gegen Szolnok. Wenn wir denselben Einsatz zeigen und unsere unbedingte Willensstärke beweisen, können wir die Ungarn, die selbst noch auf der Suche nach ihrer einstigen Topform sind, absolut ins Wackeln bringen und gefährden“, gibt 04-Trainer Petar Kovacevic für den Mittwochabend in Schöneberg die Richtung vor.