Nationalmannschaft

Was gibt es Neues?

Mit fünf Neulingen nach Barcelona

Mit gleich fünf EM-Neulingen aber ohne den etatmäßigen Center Mateo Cuk (Schulterprobleme) reisen Deutschlands Männer am kommenden Freitag zu den 33. Wasserball-Europameisterschaften nach Barcelona (Spanien). Nach einer gut fünfwöchigen Testphase und zuletzt zwei internationalen Turnieren gab der Deutsche Schwimm-Verband (DSV) heute auf seiner Homepage das geplante Aufgebot für die diesjährigen Titelkämpfe bekannt, wobei aktuell krankheitsbedingt die letzten personellen Fragezeichen noch nicht ausgeräumt sind. Nicht unwichtig: Gespielt wird in Barcelona wie gewohnt mit 13er-Kadern, so dass alle nominierten Aktiven in jeder EM-Partie zum Einsatz kämen.

Fragezeichen standen zuletzt noch hinter Marko Stamm und Hannes Schulz, die aktuell mit Grippeproblemen kämpfen und mit Antibiotika behandelt werden. Hier würden im Bedarfsfalle Lukas Küppers und Nils Illinger nachrücken. Cuks Nichtnominierung hatte sich schon im Vorfeld abgezeichnet, nachdem der schon seit dem vergangenen Sommer trotz einer Operation mit Schulterproblemen hadernde Spandauer bei den Vorbereitungsturnieren weder in Duisburg noch am vergangenen Wochenende in Cosenza ins Wasser gestiegen war. War an der Wedau bewusst noch Schonung verordnet worden, musste das Turnier in Süditalien dagegen als „Ausfall“ gewertet werden. Immerhin konnte der Trainerstab damit bei beiden Veranstaltungen – wenn auch ungewollt – personelle Alternativen testen.

Den größten Block stellt in Spaniens Wasserball-Hauptstadt mit fünf  Aktiven einmal mehr Vizemeister Wasserfreunde Spandau 04. Mit Dennis Strelezkij, Ben Reibel, Hannes Schulz, Kevin Götz und Reiko Zech gibt es im DSV-Aufgebot dafür gleich fünf Aktive, die bisher weder bei Welt- noch Europameisterschaften zum Einsatz gekommen sind. Ältester „Debütant“ ist der 26-jährige Potsdamer Hannes Schulz, der allerdings schon seit langen Jahren zum DSV-Kader zählt. Dagegen hat Vereinskamerad Reiko Zech (23) erst im Februar seine ersten Länderspiele absolviert und wurde damit zur größten Überraschung bei der Nominierung für die kommenden Titelkämpfe.

Erweitert werden mit dem DSV-Aufgebot auch die Vereinsnamen in der deutschen EM-Historie: Schulz und Zech bescheren dem OSC Potsdam seine ersten Vertreter bei den bis 1926 zurückreichen kontinentalen Titelkämpfen. Mit Kevin Götz als designierter zweiter Torwart kommt erstmals ein Aktiver der White Sharks Hannover bei einem großen Championat zu internationalen Ehren. Routiniers im DSV-Aufgebot sind dagegen Julian Real und Marko Stamm, die beide bereits bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking (China) für die DSV-Auswahl ins Wasser gestiegen sind.

Gespielt wird in Sichtweite des Olympiastadions direkt über der Stadt auf dem Montjuïc-Hügel im Hauptbecken des Bernat-Picornell-Schwimmkomplexes, das 1992 die olympischen Schwimmwettbewerbe beherbergt hat. Erster Gegner der DSV-Auswahl in der Vorrundengruppe B ist am Montagabend von 18:30 Uhr an der Olympiadritte Italien. Weitere vorläufige Kontrahenten der bis zum 28. Juli dauernden Titelkämpfe sind zudem der EM-14. Georgien (18. Juli) und Vize-Weltmeister Ungarn (20. Juli), wobei zum Einzug in die Medaillenduelle zunächst Platz drei gefordert ist.

 

Team Deutschland

Maurice Jüngling, Marin Restovic, Marko Stamm, Dennis Strelezkij, Ben Reibel (alle Wasserfreunde Spandau 04), Tobias Preuß, Julian Real, Moritz Schenkel (jeweils Waspo 98 Hannover), Hannes Schulz, Reiko Zech (beide OSC Potsdam), Dennis Eidner (ASC Duisburg), Timo van der Bosch (SSV Esslingen) und Kevin Götz (White Sharks Hannover)

 

Bundestrainer: Hagen Stamm
                            Uwe Brinkmann
Videotrainer: Dirk Hohenstein
Physiotherapeut: Jan Falzmann
Athletiktrainer: Stephan Bischoff
Mannschaftsarzt: Dr. Lars Götz