Was gibt es Neues?

Laternentausch in Schöneberg?

Deutschlands Rekordklub Wasserfreunde Spandau 04 präsentiert seinem Fans zum Jahresabschluss am Mittwochabend noch einmal ein internationales Wasserball-Schmankerl: Am fünften Spieltag der Champions League empfangen die Berliner am heimischen Sachsendamm den aufstrebenden kroatischen Vertreter Jadran Split und könnten mit einem Sieg die Rote Laterne in der Hauptrundengruppe B abgeben. Das vorweihnachtliche Anschwimmen in der Schöneberger Schwimmsporthalle steigt wie gewohnt um 19 Uhr. 

Kroatien gegen Deutschland heißt in dieser Saison der absolute Dauerbrenner in der Champions League: Neben Jug Dubrovnik und Mladost Zagreb wurde aus dem Lande des Weltmeisters auch die neue dritte Kraft Jadran Spilt in die „deutsche“ Gruppe B gelost. Split gilt als ein traditionsreicher Wasserball-Standort: 2022 werden in der wunderschönen Hafenstadt die Europameisterschaften stattfinden, doch auch die heimischen Teams machen etwas her: Gleich drei Vereine sind schon seit langen Jahren in der transnationalen Adria-Liga vertreten, die sämtliche Topklubs aus dem früheren Jugoslawien vereint.

Oberwasser im stadtinternen Ranking hat jetzt wieder der VK Jadran, der im früheren Jugoslawien neunmal Meister geworden ist und 1992 wie auch 1993 zweimal im früheren Europapokal der Landesmeister den Titel geholt hat. Nach Platz drei in der kroatischen Meisterschaft des vergangenen Jahres geht es für den bereits 1920 gegründeten Klub auch international aufwärts: Jadran hat sich erstmals in die Hauptrunde der Champions League gespielt und ist dabei sogar den harten Weg über die Qualifikationsrunden gegangen. Mit Andjelo Setka, Ivan Krapic oder Aljoša Kunac gibt es natürlich auch Weltmeister und Olympiamedaillengewinner im Team.

Aktuell zieren die Berliner mit nur einem Punkt aus vier Spielen das Tabellenende, und auch die Partie gegen die bisher immerhin einmal siegreichen Kroaten ist kein Selbstläufer. Zudem hat Jadran den Berlinern etwas voraus, was diesen im bisherigen Saisonverlauf noch nicht gelungen ist: Erst zwei Wochen zuvor konnte Split am vierten Spieltag Spandaus nationalen Rivalen Waspo 98 Hannover mit 15:10 besiegen und somit die Rote Laterne an die Berliner übergeben. „Wir wollen zeigen, dass im Keller das Licht noch brennt!“ sagt 04-Trainer Petar Kovacevic augenzwinkernd. Der DWL-Vertreter kann bis auf den verletzten Kapitän Marko Stamm in Bestbesetzung antreten. 

 

Der Kontrahent im Kurzporträt

Gegründet: 1920
Heimatort: Split (Kroatien)
Spielstätte: Bazen Poljud
Homepage: www.vkjadransplit.hr
Sportliche Erfolge: 9 x jugoslawischer Meister (1923 – 1991), Sieger Europapokal der Landesmeister 1992 und 1993
Trainer: Ivan Asic
Interessante Spieler: Andjelo Setka, Ivan Krapic, Nathan Power
Resultate 2018: 3. Platz kroatische Meisterschaft, Halbfinale Adria-Liga, Viertelfinale Euro Cup
Qualifikation: 2. Runde 2. Platz in Aix-en-Provence (Frankreich), 3. Runde Sieger gegen Jadran Herceg Novi (Montenegro)