Wasserball-Team

Was gibt es Neues?

Wasserballzauber in der Arena

Die heute eröffneten Masters-Weltmeisterschaften in Budapest (Ungarn) haben bereits am Auftakttag einen ersten Höhepunkt erlebt. Bei den Wasserballturnieren stieg vor mehreren tausend (!) Zuschauern im Schwimmstadion des Alfred-Hajos-Sportkomplexes erstmals das Team „Millennium“ mit Ungarns Superstars der „goldenen Generation“ ins Becken und schlug in einem Vorrundenspiel der Altersgruppe 40+ den türkischen Vertreter Galatasaray Istanbul nach 4 x 7 Minuten vor laufenden Fernsehkameras (!) mit 22:5 Toren.  

Die ganze Veranstaltung mutete angesichts der zahlreichen Stars der Sportart und der Begeisterung vieler Anwesender an, als wenn sich das 1992er-Dreamteam des US-Basketballs nach zehn bis oder 15 Jahren mal wieder zu einem Spiel treffen würde. Die 14 Spielernamen dieser grandiosen Auswahl (Tibor Benedek, Péter Biros, Rajmund Fodor, István Gergely, Tamás Kásás, Gergely Kiss, Tamás Märcz, Tamás Molnár, Barnabás Steinmetz, Zoltán Szécsi, Bulcsú Székely, Tamás Varga, Zsolt Varga und Attila Vári) lassen allerdings auch nicht nur ungarischen Fans regelrecht das Wasser im Mund zusammenlaufen.  

Die Ausrichter hatten bei der Durchführung dieser Partie in realistischer Einschätzung der Resonanz allerdings auch nichts dem Zufall überlassen: Gespielt wurde im Hauptbecken des Hajos-Komplexes, wo anlog zu den jüngsten Weltmeisterschaften und im Gegensatz zur üblichen Masterspraxis nur ein Spielfeld aufgebaut worden war. Mit Daniel Flahive (Australien) und Attila Nemeth (Ungarn) wurden zudem zwei internationale Schiedsrichter mit der Leitung dieser ersten Partie betraut. Der ungarische Sportsender „Digisport“ übertrug die Begegnung im gewohnten Format mitsamt Interviews vor Ort kompett live.

Sportliche Spannung war analog zu den oben zitierten Basketballauftritten von 1992 heute Abend erwartungsgemäß fehl am Platze. Viele Anwesende ließen sich von dem Auftritt ihrer langjährigen Wasserballheroen regelrecht verzaubern, und auch das durchaus spielstarke Team vom Bosporus ließ sich voller Stolz die Gelegenheit zu einem Gruppenfoto nicht nehmen. Die im Wasser dargebotenen Toren und Spielszenen waren allerdings nicht nur von ungarischer, sondern auch von türkischer Seite ein absoluter Leckerbissen. Vielleicht würde es der Sportart mehr als die bisher getesteten Regeländerungen guttun, wenn sich diese wieder mehr dem heute gezeigten Spielstil annähern würde.

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