Wasserball-Team

Was gibt es Neues?

Reibel zu Spandau 04

Der frischgebackene Meister Wasserfreunde Spandau 04 konnte sich eines der raren deutschen Wasserball-Talente sichern: Der von beiden DWL-Finalisten stark umworbene Junioren-Nationalspieler Ben Reibel wird den SV Bayer 08 Uerdingen verlassen und sich dem Rekordmeister anschließen. Dieses vermeldete der Werksklub am heutigen Sonnabend in einer Pressemitteilung.

„Spandau ist der größte Wasserballverein in Deutschland. Ich freue mich auf die neue Herausforderung und mein Studium. Ich sehe in Berlin die sportlich besten Perspektiven für mich“, sagt der 19-Jährige. Bereits Reibels Vater Guido hatte Anfang der 90er Jahre beim Rekordmeister aus der Hauptstadt gespielt.  Damit unterstrich erneut einer der beiden aktuellen To-Klubs und Champions League-Teilnehmer seine Anziehungskraft für die Topakteure, nachdem zuvor Waspo 98 Hannover die beiden Nationalspieler Julian Real und Moritz Schenkel verpflichtet hatte.

Der Sohn von Sohn von Guido Reibel, DWL-Vorsitzender und Olympiateilnehmer von 1992, ist ein Eigengewächs des Krefelder Klubs. Nach einem zeitweiligen Gastspiel beim ASC Duisburg (deutscher A-Jugend-Meister 2014) war er zuletzt in der Uerdinger DWL-Mannschaft aktiv. 2016 hatte das Nachwuchstalent Anteil am vierten Platz der Bayer-Sieben in der Meisterschaft und dem derzeit immer noch am Grünen Tisch Verhandlungen unterliegenden Pokaltitel. In der zu Ende gehenden Saison musste der Junioren-Nationalspieler wiederholt mit Verletzungen und Krankheiten kämpfen, war aber dennoch zuletzt einer der begehrtesten Spieler der DWL.

Für die zuletzt national nur noch achtplatzierten Uerdinger ist der Reibel-Wechsel dagegen bereits der vierte Abgang zur neuen Saison. So wird sich der frühere DSV-Kaderspieler Tobias Gietz dem Nachbarn ASC Duisburg anschließen, der seinerseits einen personellen Aderlass verzeichnen muss. Darüber hinaus beenden mit dem Ungarn Mate Raijna und Torwart Oliver Greek zwei langjährige Stammkräfte der Bayer-Sieben ihre Laufbahn in der Ligamannschaft.