Nationalmannschaft

Was gibt es Neues?

Barcelona, Berlin und Gwangju im Blick

Acht weitere Teilnehmer an den 33. Wasserball-Europameisterschaften werden am morgigen Sonnabend europaweit gekürt werden. Beste Chancen haben hier vor heimischer Kulisse auch Deutschlands Männer, die in Düsseldorf die Auswahl Polens empfangen und mit klarem Vorsprung aus dem Hinspiel ins Becken steigen können. Das Anschwimmen in dem erst von zwei Jahren eröffneten Rheinbad50 steigt um 18:30 Uhr; ein Livestream der Partie läuft unter http://www.wenders-edv.de/PHP/php/dienste.php?Auswahl=222.

Das Hinspiel am vergangenen Wochenende in Posen war trotz des Fehlens von fünf Stammkräften auf deutscher Seite mit einem von Beginn an klar dominierten 21:2-Erfolg eine unerwartet leichte Angelegenheit, mit der in dieser Form von den Verantwortlichen nicht gerechnet worden war. Ein Zurücklehnen soll es beim zeitnahen Wiedersehen am Niederrhein nicht geben: „Es wird von uns kein Schaulaufen geben, denn wir nehmen den Gegner äußerst ernst, kündigte Bundestrainer Hagen Stamm (Berlin) gegenüber den lokalen Medien an.  

Stamm und seine Mannen können in der Tat jeden Test gebrauchen, zumal die nächsten Herausforderungen direkt vor Tür stehen. Am Montag erfolgt von Düsseldorf aus die Abreise in Richtung Russland, wo am Dienstagabend in Rusa das Weltliga-Spiel gegen den WM-Achten Russland auf dem Programm steht. Saisonhöhepunkte sind die fest eingeplanten Europameisterschaften in Barcelona (Spanien/14. bis 28. Juli) und das Weltcup-Turnier in Berlin (11. bis 16. September). Auf einer dieser beiden Veranstaltungen will die DSV-Auswahl nach sechsjähriger Durststrecke endlich wieder das Ticket für die Weltmeisterschaften 2019 in Gwangju (Süd-Korea) lösen.  

Auch die Organisatoren des heimischen Düsseldorfer SC freuen sich auf das abermalige Wasserball-Event im Rheinbad50: Es ist das erste Länderspiel in der neuen Trainings- und Wettkampfstätte direkt am Messegelände, allerdings sind Deutschlands Männer in der Vergangenheit auf anderen Anlagin der Landeshauptstadt zu Gast gewesen: 1959 im alten Schwimmstadion mit einem Freundschaftsspiel gegen Südafrika sowie 2014 im Allwetterbad Flingern bei einem Vier-Nationen-Turnier mit den USA sowie den beiden damaligen WM-Finalisten Ungarn und Montenegro.

Einziger Wermutstropfen aus Sicht der heimischen Macher: Auf DSV-Seite fehlt verletzungsbedingt ausgerechnet der seit Saisonbeginn für Meister Wasserfreunde Spandau 04 tätige Angreifer Dennis Strelezkij, der das Wasserballspielen hier in Düsseldorf erlernt hat und es 2015 zum Torschützenkönig des Wasserballturniers der Europaspiele in Baku (Aserbaidschan) gebracht hat: Eine vor Wochenfrist im damaligen Abschlusstraining erlittene Kapselverletzung verhindert die Rückkehr in die alte Heimat und damit auch dem Hinweis, dass Vereine wie der Düsseldorfer SC mehr als Veranstaltungsausrichter sind …

Interview mit Hagen Stamm in der Westdeutschen Zeitung