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Ausfälle trüben Nationalmannschaftslehrgang

Zahlreiche Lücken gibt es bei dem gestern in Hannover gestarteten Nationalmannschaftslehrgang zu vermelden, der die diesjährigen Sommermaßnahmen des EM-Elften einleiten soll: Nach dem Meisterschaftsfinale Mitte der vergangenen Woche mit dem der erneuten Titelgewinn der Wasserfreunde Spandau 04 drohen aus den Reihen des neuen Titelträgers unter anderem auch längere Ausfälle der Stammkräfte Mateo Cuk und Maurice Jüngling.

Centerspieler Mateo Cuk hatte die vier Endspiele der Finalserie nur unter Betäubung absolvieren können und muss umgehend an der Schulter des Wurfarms operiert werden. Er wird mindestens drei Monate ausfallen und damit auch alle Sommermaßnahmen 2017 verpassen. Ebenfalls unters Messer muss Maurice Jüngling, dessen Knie in den Finalspielen nur unter Schmerzen hielt. Er werde aber versuchen, die Sommermaßnahmen noch mitzumachen, wie es hieß. Erst danach soll Mannschaftsarzt Dr. Lars Götz ihn auch bei ihm zur OP rufen, wobei mit einer Ausfallzeit von sechs Wochen gerechnet wird.

Nach den generellen zukünftigen Absagen für die Nationalmannhaft durch Jan Obschernikat und Phillipp Kalberg mussten nun noch Fynn Schütze, Dennis Strelezkij, Florian Thom, Dominik Schimanski, Christopher Hans, Reiko Zech sowie Jonas Reinhardt ebenfalls krankheitsbedingt oder aufgrund von Prüfungen dem ersten Lehrgang fernbleiben. „Es ist ein wenig wie mit dem Lied „zehn kleine Negerlein“, jeden Tag trudeln neue Absagen ein“, beschreibt Bundestrainer Hagen Stamm das Szenario.

Insgesamt blieben von 29 eingeladenen Spielern 19 übrig, wobei durch die Krankheit der drei Schlussleute Hans, Schimanski und Thom mit Moritz Schenkel und Kevin Götz nur noch zwei einsatzfähige Torhüter verfügbar waren. Da die geplante Durchführung des Lehrgangs gefährdet war, wurde sogar kurzfristig mit Max Vernet Schweimer vom spanischen Erstligisten CN Molins de Rei der Torwart der deutschen Auswahl bei den letztjährigen U19-Europameisterschaften nachnominiert.

„Vielleicht müssen wir bei dieser Krankheits– und Verletztenmisere froh sein, nicht für die diesjährige WM qualifiziert sein“, äußerte sich Stamm drastisch. Vorgesehen sind für Sommer mehrere Länderkämpfe mit Frankreich, darunter auch zwei Heimspiele am 1. Juli in Krefeld sowie am 2. Juli in Duisburg. Komplettiert wird der Sommer durch ein Gastspiel in der WM-Stadt Budapest, wo im Vorfeld der Titelkämpfe vom 7. bis. 9. Juli das traditionelle Vier-Nationen-Turnier des ungarischen Wasserballverbandes auf dem Programm steht.